Warum Silvester für Hunde so stressig ist – und wie du sie unterstützen kannst

Für viele Menschen ist Silvester ein freudiger Anlass, doch für Hunde bedeutet es oft eine der stressigsten Nächte des Jahres. Laute Geräusche, ungewohnte Lichter und der Wechsel in der Atmosphäre können bei ihnen Angst und Panik auslösen. Hier erfährst du, warum Hunde so empfindlich auf Silvester reagieren – und wie du sie optimal unterstützen kannst, damit der Jahreswechsel für euch beide entspannter verläuft.

Warum haben Hunde Angst an Silvester?


1. Hochentwickelte Sinne
Hunde haben ein außergewöhnliches Gehör. Sie können Geräusche in Frequenzen bis zu 65.000 Hertz wahrnehmen, während Menschen nur bis zu 20.000 Hertz hören. Eine Studie der Universität Bristol hat gezeigt, dass laute, plötzliche Geräusche – wie sie durch Feuerwerke entstehen – bei 45 % der Hunde Angstsymptome auslösen.
2. Unvorhersehbarkeit
Für Hunde sind die lauten Knallgeräusche nicht vorhersehbar oder zuzuordnen. Laut der Tierärztlichen Hochschule Hannover verstärkt diese Unkontrollierbarkeit den Stress, da sie instinktiv auf Gefahren reagieren. Das führt oft zu einem erhöhten Fluchtverhalten.
3. Fehlende Gewöhnung
Im Alltag gibt es kaum vergleichbare Geräusche wie bei Silvester, was die Nacht für viele Hunde besonders stressig macht. Ein Bericht der American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB) zeigt, dass fehlende Geräuschgewöhnung in der Jugend bei Hunden zu langfristigen Angststörungen führen kann.
4. Traumatische Erfahrungen
Negative Erlebnisse – etwa ein plötzlicher Knall in der Nähe – können ausreichen, um langfristige Angst vor Feuerwerksgeräuschen zu entwickeln. Solche Erfahrungen sind besonders bei Hunden verbreitet, die in der Vergangenheit bereits unter lauten, unvorhersehbaren Ereignissen gelitten haben.
5. Assoziation mit Gefahren
Hunde nehmen die Geräusche von Feuerwerk als Bedrohung wahr. Der Körper schüttet Stresshormone wie Cortisol aus, was zu einer Überaktivierung ihres Nervensystems führt.

Wie du deinem Hund helfen kannst: Die Checkliste

Um deinem Hund die Silvesternacht so angenehm wie möglich zu gestalten, kannst du einiges vorbereiten:


1. Sichere Umgebung schaffen
Richte deinem Hund einen ruhigen Rückzugsort ein, der abgedunkelt und schallisoliert ist. Decken oder ein gemütliches Körbchen können helfen, ihm ein Gefühl der Geborgenheit zu geben.
2. Frühzeitige Spaziergänge planen
Geh am besten früh am Nachmittag spazieren, bevor die ersten Böller gezündet werden. Verwende ein gut sitzendes Geschirr oder Halsband, damit dein Hund nicht entlaufen kann.
3. Geräuschkulisse kontrollieren
Halte Fenster und Türen geschlossen und zieh Vorhänge oder Rollos zu, um den Lärm und die Lichtblitze draußen zu halten. Sanfte Musik oder der Fernseher können zusätzlich beruhigen.
4. Beruhigungsmittel mit Bedacht einsetzen
Falls dein Hund stark gestresst ist, sprich mit deinem Tierarzt über mögliche Beruhigungsmittel. Natürliche Optionen wie CBD-Öl oder Adaptil können ebenfalls hilfreich sein.
5. Ruhe ausstrahlen
Dein Hund orientiert sich an deinem Verhalten. Wenn du entspannt und gelassen bleibst, vermittelst du ihm Sicherheit. Übermäßiges Trösten kann hingegen seine Angst verstärken.

Fazit

Silvester ist eine Herausforderung, aber mit der richtigen Vorbereitung kannst du deinem Hund helfen, diese Nacht besser zu überstehen. Schaffe eine sichere Umgebung, plane den Tag vorausschauend und bleib selbst ruhig und entspannt. Dein Hund vertraut dir – und du kannst ihn dabei unterstützen, den Jahreswechsel stressfrei zu erleben.

Wir wünschen dir und deinem Vierbeiner einen ruhigen Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr!

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